
Jean-Baptiste Camille Corot · PD
Neapel und das Castel dell'Ovo
Details
Die Geschichte
Camille Corot war 31, als er im Frühjahr 1828 nach Neapel kam, am Ende seiner ersten Italienreise. Rund sieben Wochen blieb er in der Stadt und am Golf und malte im Freien kleine Ölstudien auf Papier. Dieses Blatt wurde erst später auf Leinwand aufgezogen.
Das gedrungene Bauwerk draußen im Wasser ist das Castel dell’Ovo, die älteste Burg Neapels. Es steht auf der einstigen Insel Megaride, wo griechische Siedler aus Cumae um 650 vor Christus einen Hafenort gründeten, und seine heutige Gestalt bekam es im 15. Jahrhundert unter den aragonesischen Königen. Den Namen Eierburg verdankt es einer mittelalterlichen Legende. Der Dichter Vergil, damals als Zauberer verehrt, soll ein Ei in die Fundamente eingemauert haben, und zerbräche es, fielen Burg und Stadt.
Heute hängt die Studie in der Villa Langmatt in Baden, wo das Sammlerpaar Sidney und Jenny Brown seine französischen Bilder zusammentrug.




