
Mittag
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Die Geschichte
Im Januar 1929 stellten in der Turiner Galleria Guglielmi sechs junge Maler zum ersten Mal gemeinsam aus, die alle aus dem Atelier von Felice Casorati kamen. Man nannte sie bald die Sechs von Turin, und Gigi Chessa, damals 30, war einer von ihnen. Ihr Gegner war der Novecento, die von der Kritikerin Margherita Sarfatti aus Mailand geführte Bewegung, deren Malerei ihnen falsch klassizistisch und gegen alles Ausländische abgeschottet vorkam. Die Sechs orientierten sich stattdessen an der modernen französischen Malerei, an Cézanne und den Postimpressionisten, die Chessa auf der Biennale von Venedig 1922 aufgefallen waren. Mittag stammt aus demselben Jahr 1929. Der italienische Titel trägt in Klammern ein zweites Wort, Meriggio, den alten Namen für die heißen Stunden des frühen Nachmittags, wenn die Arbeit ruht und das Land still wird.