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Die Geschichte
Das ist Rodin der Zeichner, nicht der Bildhauer in Bronze und Marmor. In seinen letzten beiden Jahrzehnten zeichnete er fast unablässig, und zwar auf ungewöhnliche Weise. Seine Modelle bewegten sich frei durch das Atelier, statt eine Pose zu halten, und er folgte ihnen mit dem Stift, den Blick auf den Körper gerichtet, kaum je auf das Blatt. Was er suchte, war eine einzige fließende Kontur, die Linie einer lebendigen Bewegung, die er dann mit einer dünnen Aquarelllage überzog. Nichts hier war als Studie für eine Statue gedacht. Der Dichter Rilke, eine Zeit lang sein Sekretär, beschrieb, wie Rodin solche Blätter füllte, ohne ein einziges Mal auf seine Hand zu sehen.