
Stillende Madonna
Details
Die Geschichte
Kaum größer als ein aufgeschlagenes Buch ist diese Tafel, und sie war für die Andacht zu Hause gedacht. Das Museum vermutet, dass sie einst die Mitte eines kleinen Polyptychons bildete, das später zerlegt und verstreut wurde. Maria reicht dem Kind die Brust, ein Bildtypus, der aus den Ikonen des byzantinischen Ostens nach Italien gekommen war.
In Venedig, das mit Konstantinopel Handel trieb, hielt sich diese Erinnerung besonders lange. Giambono verbindet hier, so das Museum, die Feinheiten der Spätgotik, das punzierte Gold und den Brokat des Mantels, mit Techniken, die noch nach Byzanz zurückblicken. Der Venezianer arbeitete auch in Verona. Sein größtes Werk in der Stadt ist ein Fresko von 1432 in der Kirche Sant'Anastasia, gemalt rund um das Reiterdenkmal des Kriegsmanns Cortesia Serego.

