
Sailko · CC-BY-3.0
Fabriken bei Porta Romana
Details
Die Geschichte
Boccioni malte dies 1909 vom Balkon der Wohnung aus, die er sich mit Mutter und Schwester am industriellen Rand Mailands teilte, an der Porta Romana. Werkstätten, neue Häuser und offenes Gelände dehnen sich unter einem weiten Himmel, und die ganze Szene ist aus kleinen, getrennten Tupfern reiner Farbe gebaut, der divisionistischen Technik, die er gelernt hatte. Im selben Jahr veröffentlichte der Dichter Marinetti das erste futuristische Manifest in einer Pariser Zeitung und rief nach einer Kunst der Geschwindigkeit, der Maschinen und der modernen Stadt, und Boccioni sollte bald einer der Wortführer der Bewegung sein. Diesen Drang spürt man hier schon, in den übertriebenen Linien, die zum Horizont hinjagen. Von seinem eigenen Fenster aus sah er Mailand zur Fabrikstadt werden.




