
Umberto Boccioni · PD
Die Straße dringt ins Haus
Details
Die Geschichte
1911 wuchs Mailand rasch, überall wurde gebaut, und die jungen Futuristen feierten genau diese laute, maschinenhafte Stadt im Werden. Boccioni zeigt eine Frau auf einem Balkon, von hinten und von oben gesehen. Sie blickt hinab auf eine brodelnde Baustelle, und diese ganze Welt, Pferde, Gerüste, Häuser, Geräusche, scheint von unten geradewegs in sie hineinzuströmen. Im Katalog der Futuristen wurde die Empfindung so beschrieben: als öffne man ein Fenster, und alles Leben und aller Lärm der Straße dringe auf einmal herein. Wer die Frau ist, bleibt umstritten. Boccioni malte oft die Frauen seiner Familie, und viele erkennen hier seine Mutter. Heute hängt das Bild im Sprengel Museum in Hannover.




