
Eugène Louis Boudin · PD
Am Strand bei Sonnenuntergang
Details
Die Geschichte
Seit 1863 fuhr die Eisenbahn von Paris bis Trouville, und schon zwei Sommer später war der normannische Sand im August voll von Leuten, die morgens noch am Schreibtisch gesessen hatten. Boudin stammte von dieser Küste, aus Honfleur, und hat die Neuankömmlinge immer wieder auf kleinen Tafeln wie dieser festgehalten, im Freien gemalt, während das Licht wegging. Der Himmel nimmt etwa zwei Drittel der Tafel ein, die Figuren sitzen als schmales dunkles Band darunter. Gekleidet sind sie wie für eine Straße in der Stadt, und ungefähr das war der Strand 1865, eine Promenade, auf die Pariser Ärzte ihre Patienten der Seeluft wegen schickten. Wenig später fragte Boudin in einem Brief an seinen Freund Ferdinand Martin, ob diese Bürger, die da im Sonnenuntergang über den Steg spazieren, nicht ebenso ein Recht hätten, auf eine Leinwand zu kommen.




