
Amphora panathenäischer Form mit Athena und Faustkämpfern
Details
Die Geschichte
Der Mann, mit dem diese Amphora in Vulci begraben wurde, muss in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. hohen Rang gehabt haben. In seinem Grab, heute Kriegergrab genannt, lagen Angriffs- und Schutzwaffen, ein Wagen und kostbares Geschirr aus Bronze und Ton. Dazu kam dieses Gefäß, zwischen 530 und 510 v. Chr. in Athen bemalt.
Es ahmt die berühmten Preisamphoren der Großen Panathenäen nach, des Festes für Athena, das Athen alle vier Jahre im Hochsommer feierte. Die Sieger erhielten dort Öl von den heiligen Ölbäumen der Göttin, abgefüllt in Amphoren mit festem Bildschema. So schreitet auch hier Athena mit der Lanze zwischen zwei Säulen, auf denen Hähne sitzen. Auf der Rückseite kämpfen zwei bärtige Faustkämpfer mit umwickelten Händen, ein Gefährte wartet, und ein Kampfrichter im Mantel hält seinen Stab. Zum echten Preis fehlt einiges. Das Gefäß ist kleiner, der Hals breiter, und die Inschrift, die es als Preis von den Spielen in Athen ausweisen würde, gibt es nicht.