
Upper Rhenish Master · PD
Paradiesgärtlein
Details
Die Geschichte
Um 1410 malt am Oberrhein ein anonym gebliebener Meister diese winzige Tafel, kaum größer als ein Blatt Papier, im weichen Stil der internationalen Gotik. Es ist eines der frühesten Bilder, das die Natur so genau betrachtet. Maria liest, das Kind spielt, Heilige ruhen in einem von Mauern umschlossenen Garten. Dieser geschlossene Garten ist zunächst ein Sinnbild, der Hortus conclusus, Zeichen der Jungfräulichkeit Marias, den der Maler jedoch wie einen wirklichen Burggarten füllt. Und wer nachzählt, erkennt darin 24 Pflanzenarten und 12 Vogelarten, jede getreu wiedergegeben.