
Die Geschichte
1815 hinterließ ein Frankfurter Bankier und Gewürzhändler namens Johann Friedrich Städel, kinderlos und nahe dem Ende seines Lebens, sein gesamtes Vermögen, sein Haus und seine Kunstsammlung, um eine Stiftung für die Öffentlichkeit einzurichten. Er starb im Jahr darauf. Das Museum, das seinen Namen trägt, gehört seither den Bürgern Frankfurts, geführt von einer Stiftung statt von einem Fürsten oder einem Staat.
Zwei Jahrhunderte des Ankaufs haben es zu einer der feinsten Sammlungen Deutschlands gemacht, die von mittelalterlichen Tafeln bis in die Gegenwart reicht. Das bekannteste Bild ist Johann Tischbeins Goethe in der römischen Campagna von 1787, der große Dichter zwischen antiken Ruinen zurückgelehnt, mit breitkrempigem Hut, auf der italienischen Reise, die ihn veränderte.
Um es herum hängen Jan van Eyck und Botticelli, Vermeers stiller Geograph über seine Karten gebeugt und später Degas sowie ein Selbstbildnis van Goghs. 2012 grub das Museum unter seinem Garten eine neue Halle für zeitgenössische Kunst, von oben durch runde Oberlichter belichtet, die den Rasen wie Bullaugen sprenkeln, sodass die neueste Kunst buchstäblich unter den älteren Sälen liegt.
Sammlung
29 Werke
Der GeographJohannes Vermeer, 1668
Ecce HomoHieronymus Bosch, 1495
Idealbildnis einer Frau (Bildnis der Simonetta Vespucci als Nymphe)Sandro Botticelli, 1480
Lucca-MadonnaJan van Eyck, 1437
Die Blendung SimsonsRembrandt, 1636
Medici-MadonnaRogier van der Weyden, 1460
Goethe in der römischen CampagnaJohann Heinrich Wilhelm Tischbein, 1787
ParadiesgärtleinOberrheinischer Meister, 1410
Maria mit dem Kind und Johannes dem TäuferPietro Perugino, 1497
Die KrocketpartieÉdouard Manet, 1873
Musiker im OrchesterEdgar Degas, 1874
Der heilige MarkusAndrea Mantegna, 1449
Freistunde im Amsterdamer WaisenhausMax Liebermann, 1881
Bildnis eines Mannes mit rotem HutHans Memling, 1465
Das FrühstückClaude Monet, 1868
Nach dem FrühstückPierre-Auguste Renoir, 1879
Bildnis der jungen Fürlegerin mit offenem HaarAlbrecht Dürer, 1497
Der schlechte Schächer zur Linken ChristiRobert Campin, 1430
David spielt die Harfe vor SaulRembrandt, 1630
Liegender Hund im SchneeFranz Marc, 1911
EifersuchtEdvard Munch, 1913
Walters SpielsachenAugust Macke, 1912
Gebirge im aufsteigenden NebelCaspar David Friedrich, 1835
Porträt eines jungen MannesTizian, 1510
Simson und DelilaMax Liebermann, 1902