Picus wird in einen Specht verwandelt

Picus wird in einen Specht verwandelt


Details

Jahr
1526
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
129 × 175 cm

Die Geschichte

Ovid erzählt die Geschichte im vierzehnten Buch der Metamorphosen. Picus, ein König im alten Italien, jagt Wildschweine, als die Zauberin Circe ihn sieht und sich in ihn verliebt. Er weist sie ab, weil er seiner Frau Canens treu bleiben will, und Circe berührt ihn mit ihrem Stab und verwandelt ihn in einen Specht. Garofalo verteilt die Erzählung in mehreren Episoden über die Leinwand. Vorn wird das Wildschwein gestellt, eine lebhafte Jagdszene, weiter hinten begegnen sich Picus und Circe, und links ragt ihr Palast auf, ein ehrgeiziger Bau all'antica, umgeben von ihren in Tiere verwandelten Opfern. Um 1526, wie neuere Studien annehmen, blickte Garofalo aufmerksam nach Mantua, wo Giulio Romano arbeitete, und das Museum führt die Jagd auf ein Medaillon in der Sala dei Venti des Palazzo Te zurück. Eine Figur fehlt allerdings. 1632 beschrieb ein Inventar in Ferrara das Bild genau, samt einer fliegenden Zauberin, die von Teufeln getragen wird. Sie ist verschwunden, weil die Leinwand später rechts beschnitten wurde, und deshalb ist das Bild heute schmaler als sein Gegenstück, Claudia Quinta mit dem Schiff der Kybele. Das Museum liest die beiden als Treue des Ehemanns und Keuschheit der Braut, vielleicht gemalt für ein Brautgemach in einem Palast in Ferrara.

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