
Didier Descouens · PD
Pietà
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Die Geschichte
Um 1505 war Giovanni Bellini ein sehr alter Mann und noch immer der führende Maler Venedigs. Als der junge Albrecht Dürer damals in der Stadt war, schrieb er nach Hause, Bellini sei zwar hochbetagt, aber noch immer der Beste in der Malerei. In diese späten Jahre gehört diese Beweinung. Maria hält den toten Christus, ihr Gesicht müde und still, ohne große Geste. Hinter den beiden öffnet sich keine dunkle Felsenhöhle, sondern eine weite, in klarem Licht liegende Landschaft mit einer fernen Stadt. Bellini gab dem Leid nicht die Form eines lauten Schmerzes, sondern legte es in diese ruhige Weite. Der Weg im Hintergrund führt das Auge langsam vom Körper Christi fort in die Ferne.




