Pietà

Pietà


Details

Jahr
1500
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
134 × 111 cm

Die Geschichte

Um 1500, wohin man diese Tafel datiert, hatte Michelangelo in Rom gerade seine Marmorpietà vollendet, gemeißelt für die Kapelle eines französischen Kardinals bei Sankt Peter und 1499 fertiggestellt. Der namenlose Maler dieses Bildes nahm die berühmte Gruppe zum Vorbild und veränderte sie dann. Bei Michelangelo liegt der tote Christus quer auf dem Schoß der Mutter. Hier ist der Körper uns frontal zugewandt, näher am älteren Andachtsbild, das man im deutschen Sprachraum Vesperbild nannte. Die ganze Tafel ist in Grisaille gemalt, in Grautönen, die gemeißelten Stein vortäuschen, und so hängt hier ein Gemälde, das sich als Marmor ausgibt. Das Museum versteht das als Verbeugung vor einer Überzeugung Michelangelos, die Bildhauerei sei die höhere Kunst. In den Besitz des italienischen Staates kam das Bild 1895 aus dem Monte di Pietà, der karitativen Pfandleihanstalt Roms.

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