
Enguerrand Quarton · CC-BY-SA-4.0
Pietà von Villeneuve-lès-Avignon
Details
Die Geschichte
Diese Tafel entstand um 1455 für die Kartause von Villeneuve-lès-Avignon, gegenüber der Papststadt. Auf Goldgrund liegt der tote Christus im Schoß der Maria, zwischen Johannes und Maria Magdalena. Links kniet betend der Kanoniker, der das Bild stiftete; sein Name ließ sich nie sicher bestimmen. Lange blieb das Werk anonym, und erst im 20. Jahrhundert schrieb man es Enguerrand Quarton zu, einem Maler der provenzalischen Schule. Das Gold gehört noch dem Mittelalter an, während die großen, ernsten und sehr menschlichen Gesichter schon anders gemalt sind. In den Louvre kam die Tafel zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
