
Paul Cézanne · PD
Bildnis eines Bauern
Details
Die Geschichte
Ende der 1890er Jahre, längst wieder in Aix-en-Provence zu Hause, fand Cézanne Anschluss an den Félibrige, eine Bewegung von Dichtern, die Sprache und Bräuche der Provence wiederbeleben wollten. Sein junger Freund, der Dichter Joachim Gasquet, gehörte dazu. Wie sie verehrte Cézanne die Bauern seiner Heimat, in denen er die alte Lebensart des Südens bewahrt sah. Einem namenlosen Mann aus der Gegend, der vielleicht als Gärtner für ihn arbeitete, gibt er hier dieselbe Haltung, in der er früher den Sammler Victor Chocquet und seinen Kunsthändler Ambroise Vollard gemalt hatte. Aufrecht sitzt der Mann da, die Beine übereinandergeschlagen, die großen Hände im Schoß gefaltet. Die schwarze Schleifenkrawatte vor Weste und blauem Mantel verleiht ihm etwas Förmliches, und der schwere Stoff und der Hut lassen vermuten, dass er im Spätherbst oder im Winter Modell saß.




