
Lorenzo Lotto · PD
Bildnis eines Edelmanns mit Löwentatze
Details
Die Geschichte
Um 1527 arbeitet Lorenzo Lotto in Venedig, im Schatten Tizians, dem er hier den satten Farbklang verdankt. Er malt diesen Herrn in Schwarz, den Mantel pelzgefüttert, die Hand auf der Brust, zwei kostbare Ringe an den Fingern. Rätselhaft ist der Gegenstand in seiner Hand: eine vergoldete Löwentatze. Weder weiß man, wer der Dargestellte ist, noch was die Tatze bedeutet. Vielleicht ein Spiel mit seinem Namen, ein gewisser Leonino Brambati aus Bergamo, oder eine Anspielung auf die venezianische Familie Zatta; auch ein freimaurerischer Sinn wurde vermutet. Die Geste der Hand auf dem Herzen, so typisch für Lotto, lässt den Mann in einem Gedanken verharren, den er nicht preisgibt.




