
Bildnis eines javanischen Leibwächters
Details
Die Geschichte
Mit dem Sprichwort „Kleider machen Leute“ stellt das Rijksmuseum diese Serie von fünf javanischen Hoffiguren vor, gemalt auf Java unter niederländischer Kolonialherrschaft, etwa zwischen 1820 und 1870. An der Kleidung ließ sich der Rang ablesen. Drei der fünf tragen laut den Beschreibungen des Museums über ihrer javanischen Tracht eine Jacke westlichen oder westlich inspirierten Zuschnitts. Der Leibwächter trägt keine. Wie der Regent, der Ranghöchste der Reihe, steht er mit nacktem Oberkörper da, zwei Batiktücher um den Leib geschlagen, ein helles mit großen dunklen Blütenranken und ein dunkles mit ineinandergreifenden ovalen Blättern. Oben im Wickel steckt ein rot karierter Stoff. Kopftuch, langer Schnurrbart und Koteletten rahmen einen harten Blick, und auf dem Rücken trägt er einen balinesischen Kris.




