
Bildnis eines javanischen Militärbeamten
Details
Die Geschichte
Mit dichtem Schnurrbart und gerunzelter Stirn blickt dieser Mann geradeaus. Das Rijksmuseum nennt ihn einen Militärbeamten, gemalt irgendwann zwischen etwa 1820 und 1870 auf Java, das damals unter niederländischer Kolonialherrschaft stand. Über der javanischen Kleidung trägt er eine ärmellose rote Jacke mit goldenem Bogenbesatz, deren Schnitt westlichen Vorbildern folgt. Darunter fällt ein schwarzes Tuch mit kleinen goldenen Sternen über ein fein gewebtes in Rot und Braun, an den Schläfen stecken Blumen unter einer schwarzen, goldverzierten Kopfbedeckung, und auf dem Rücken sitzt ein balinesischer Kris. Wie ungewöhnlich eine solche Figur ist, erklärt das Museum selbst. Auf europäischen Bildern erschienen Indonesier meist als Gegner, als koloniale Untertanen oder als ‚unverdorbene Naturvölker‘. Die fünf Männer dieser Serie beschreibt es dagegen als entschlossen und selbstbewusst.




