
Anthony van Dyck · PD
Porträt einer Dame
Details
Die Geschichte
Die Dargestellte trägt Trauer. Die Pinacoteca di Brera sieht in ihr eine Angehörige des Hauses Croÿ, eines alten Adelsgeschlechts aus Brüssel, das im Reich später den Fürstenrang führte, und datiert das Bild auf 1635. Einen Namen hat sie nie bekommen, deshalb läuft das Gemälde bis heute schlicht als Bildnis einer Dame. Hoftrauer war in den südlichen Niederlanden eine teure Angelegenheit, nach festen Fristen getragen und für jeden Betrachter lesbar als Auskunft über Familie und Rang. Van Dyck nutzt das viele Schwarz als Fläche, auf die er Licht setzen kann. Perlen an Ohr und Handgelenk, eine Goldkette, ein Kreuz an der Kehle. Dahinter hängt der schwere geraffte Vorhang, den die flämischen Porträtisten den Standespersonen vorbehielten.




