
Porträt einer Dame mit Feder
Details
Die Geschichte
Um 1850 richtete sich das neue Athen ganz nach Westeuropa ein. König Otto regierte aus dem 1843 fertiggestellten Palast, an dessen Thronsaal Georgios Margaritis mitgearbeitet hatte, und wer in der Hauptstadt etwas darstellte, ließ sich malen. Margaritis, 1814 in Smyrna geboren, hatte in Paris Malerei und Lithografie gelernt und war 1836 zurückgekehrt. Seine Bildnisse folgen dem klassizistischen Geschmack der Zeit: geglättete Züge, ruhige Haltung, eine freundliche Schönung des Gesichts. Wen er hier gemalt hat, ist nicht überliefert. Die Dame mit der Feder bleibt namenlos, während die Männer auf seinen übrigen Bildnissen alle Namen tragen, Rigas Pheraios etwa oder Markos Botsaris. Die Leinwand misst 58 mal 46 Zentimeter und gehört zur Sammlung der Koutlidis-Stiftung, die im Hauptgebäude der Nationalgalerie gezeigt wird.