
Anthony van Dyck · PD
Porträt eines Mannes
Details
Die Geschichte
Antwerpen war damals eine Hafenstadt ohne Zugang zum Meer. Die Niederländer hielten die Schelde gesperrt, und der Handel, von dem die Stadt gelebt hatte, lief über andere Häfen. Van Dyck arbeitete hier zwischen 1628 und 1632, nach seiner Rückkehr aus Italien, und malte diesen Mann in geschlitzter schwarzer Seide, mit Spitzenkragen und Mantel über der Schulter, die eine Hand in der Taille, die andere in scharfer Verkürzung. Lange galt der Dargestellte als der Kupferstecher Paulus Pontius, der viele Erfindungen Van Dycks in die Platte schnitt. Die Begründung war nichts als eine Ähnlichkeit der Gesichtszüge. Der Prado hält daran nicht mehr fest, und der Grund hängt an seiner Hüfte. Ein Degen war Kennzeichen des Adels, ein Stecher hatte darauf keinen Anspruch. 1745 ist das Bild im spanischen Königsbesitz nachweisbar, im Landhaus Philipps V. vor Madrid.




