
Bildnis eines Bildhauers
Details
Die Geschichte
Im Bologna des frühen 18. Jahrhunderts führte kein Weg an Giuseppe Maria Crespi vorbei, dessen Bildnisse und Alltagsszenen eine schlichte, ungeschminkte Wahrheit besaßen. Cristoforo Terzi lernte in dieser Werkstatt, und das ist hier zu spüren. Wir sehen einen arbeitenden Bildhauer, gezeigt mit dem Werkzeug seines Handwerks statt herausgeputzt als vornehmer Herr. Den Maler kennen wir, die Stadt kennen wir, doch der Mann selbst ist aus den Akten verschwunden. Kein Dokument nennt seinen Namen, und so ist der Dargestellte, der einst wichtig genug war, um im Halbbildnis gemalt zu werden, heute einfach der Bildhauer. Die Leinwand kam in die Uffizien, ganz nach deren alter Gewohnheit, Bildnisse von Künstlern und ihrem Umfeld zu sammeln.