
Rembrandt · PD
Porträt einer Frau
Details
Die Geschichte
Das Metropolitan Museum nennt keinen Maler. Auf der Tafel steht Art des Rembrandt, niederländisch, Mitte bis Ende der 1640er Jahre, und das heißt so viel wie: entstanden in Amsterdam, nahe bei Rembrandt, von einer Hand, die das Museum nicht benennen möchte. Diese Zurückhaltung hat ihre Gründe. Rembrandt unterhielt damals seit Jahren eine gut besuchte Lehrwerkstatt, und etliche Maler beherrschten sein warmes Braunrot und die Art, ein Gesicht aus dem dunklen Raum hervortreten zu lassen. Bilder in dieser Manier sind immer wieder in sein Werkverzeichnis hinein- und wieder herausgewandert.
Auch die Dargestellte bleibt namenlos. Das Bildnis gehört zu einem Paar, das Gegenstück gleichen Formats zeigt einen Mann mit Brustharnisch und Federhut. Beide Leinwände kamen 1929 mit dem Vermächtnis von Louisine Havemeyer an das Museum, deren New Yorker Sammlung eine der größten war, die je an ein amerikanisches Haus ging. Die Dargestellte hält einen zusammengelegten Fächer und stützt ihn auf der Rückenlehne eines Stuhls ab.




