
Porträt Benedikts XIV.
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Die Geschichte
Das Bild war für Bologna bestimmt und hängt doch im Vatikan, weil sein Modell unterwegs Papst wurde. 1739 bestellte Kardinal Prospero Lambertini, Erzbischof von Bologna, bei Crespi ein Bildnis von monumentalem Format, mehr als zweieinhalb Meter hoch, für das Priesterseminar seiner Stadt. Im Februar 1740 starb Papst Clemens XII. Das Konklave zog sich sechs Monate hin, und im August einigten sich die Kardinäle im 255. Wahlgang auf Lambertini als Kompromisskandidaten. Er nannte sich Benedikt XIV.
Der neue Papst wollte das Bild in Rom haben, und Crespi nahm sich die Leinwand noch einmal vor. Röntgenaufnahmen, die bei der Restaurierung 1981 entstanden, zeigen, wie stark er sie veränderte. Er vergrößerte die Figur, änderte das Gewand und fügte Gegenstände hinzu, die das neue Amt anzeigen, darunter die päpstliche Tiara. Ganz verlor Bologna seinen Erzbischof allerdings nicht. Benedikt behielt das Bistum noch fast 14 Jahre, bis zum Januar 1754.




