Porträt der Christine von Lothringen, Großherzogin der Toskana

Porträt der Christine von Lothringen, Großherzogin der Toskana


Details

Künstler
Tiberio Titi
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
170 × 198 cm

Die Geschichte

Im Dezember 1613 fragte die Großherzogin bei einem Frühstück des Hofes in Pisa den Mathematiker Benedetto Castelli, einen Schüler Galileis, wie sich eine bewegte Erde mit der Heiligen Schrift vertrage. Castelli berichtete Galilei davon, und 1615 antwortete dieser ihr ausführlich in dem Schreiben, das bis heute Brief an die Großherzogin Christine heißt.

Ihr Bildnis entstand in denselben Jahren, ungefähr zwischen 1610 und 1615. Christine von Lothringen, seit dem Tod Ferdinandos I. 1609 verwitwet, kniet in Trauerkleidung vor einem aufgeschlagenen Gebetbuch mit einer Verkündigungsminiatur, daneben die großherzogliche Krone. Durch die Öffnung im Hintergrund liegt eine namenlose Stadt in Hügeln, nicht Florenz. Daran erkennen die Katalogisierer diese Leinwand unter den drei Fassungen der Komposition, die Florenz besitzt. Die Galerie schreibt sie Tiberio Titi zu, dem Sohn des Malers Santi di Tito. Andere sehen Werkstattarbeit und halten die Fassung aus der Villa Poggio Imperiale für das Original.

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