
Bildnis des Cornelis van Aerssen (1545-1627)
Details
Die Geschichte
Der Mann in schwarzem Wams und breiter Halskrause ist Cornelis van Aerssen. Seit 1584 war er Griffier der Generalstaaten, also der Schriftführer, der Protokolle und Briefwechsel der obersten Versammlung der Republik verwahrte. Michiel van Mierevelt malte ihn 1597, und Van Aerssen behielt das Amt, zumindest dem Namen nach, bis zu seinem Tod 1627.
Auf der Tafel standen einst zwei Inschriften, die heute nicht mehr zu sehen sind. Die eine nannte den Maler und das Jahr 1597. Die andere bezeichnete den Dargestellten als Herrn von Somerdijk und Spijk und vermerkte, er sei 1627 im Alter von 83 Jahren gestorben. Sie kam also rund 30 Jahre nach dem Bildnis hinzu. Das Gemälde blieb bei der Familie Van Aerssen, bis ein Nachfahre es 1914 dem Mauritshuis vermachte. Es hängt in der Galerie Prinz Willem V, und das Mauritshuis besitzt auch das Gegenstück, ein Bildnis seines Sohnes François, der Diplomat war.
