
Anthony van Dyck · PD
Filips Godines
Details
Die Geschichte
Um 1500 verlegte der König von Portugal seine Handelsniederlassung in den Niederlanden nach Antwerpen, und die Stadt wurde zum nördlichen Endpunkt der portugiesischen Gewürzroute. Pfeffer und Zimt aus Asien gingen von hier aus weiter in ganz Europa. Die portugiesischen Kaufleute bildeten eine eigene Nation mit gewählten Konsuln und einem Haus, das ihnen die Stadt überließ. Über ein Jahrhundert später gehörten Familien portugiesischer Herkunft noch immer zur wohlhabenden Oberschicht Antwerpens, und aus einer von ihnen stammte Filips Godines. Die Alte Pinakothek rühmt, wie meisterhaft van Dyck den mediterranen Typus erfasst hat, und liest das Selbstbewusstsein des Mannes an seiner buchstäblich gewichtigen Erscheinung ab. Er steht in ganzer Figur auf einer über zwei Meter hohen Leinwand, um 1630 als Gegenstück zum Bildnis seiner Frau Sebilla vanden Berghe gemalt. Beide Porträts stammen aus der Kurfürstlichen Galerie München und hängen heute im selben Saal.




