
Bronzino · PD
Bildnis der Lucrezia Panciatichi
Details
Die Geschichte
Um 1545 regierte Cosimo I. de' Medici Florenz mit kühler Härte, und die höfischen Bildnisse jener Jahre sollten genau das zeigen: Beherrschung, Rang, kostbaren Stoff. Bronzino, sein Hofmaler, porträtierte hier Lucrezia Panciatichi, die Frau eines einflussreichen Florentiner Beamten. Ihr Gesicht wirkt wie aus glattem Email, die Haut fast ohne Regung. Um ihren Hals liegt eine goldene Kette mit einer französischen Inschrift, "Amour dure sans fin", Liebe währt ohne Ende. Fast vier Jahrhunderte später baute der Schriftsteller Henry James dieses Bildnis in seinen Roman "Die Flügel der Taube" ein, wo seine todkranke Heldin davorsteht und in der stillen Dame ihr eigenes Schicksal erkennt. Das Rot ihres Kleides ist teures Karmesin, ein Farbton, den in Florenz nur wenige tragen durften.




