Bildnis Marguerite Khnopff

Fernand Khnopff · PD

Bildnis Marguerite Khnopff


Details

Jahr
1887
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
96 × 74,5 cm

Die Geschichte

Marguerite war die jüngere Schwester von Fernand Khnopff, und durch die 1880er Jahre hindurch wurde sie zu dem Gesicht, zu dem er immer wieder zurückkehrte, stets kühl, fern, ein wenig unerreichbar. Dieses Bildnis malte er 1887 in Brüssel, als er und sein Kreis, die Gruppe namens Les XX, die belgische Kunst zum Symbolismus hin drängten, weg von der bloßen Beschreibung. Sie steht fast genau in der Mitte, vor einer geschlossenen Tür, behandschuht, in sich gekehrt, der Blick gleitet an uns vorbei. Nichts an dem Bild ist warm oder anekdotisch. Khnopff sah in ihr weniger eine Person, die es festzuhalten galt, als das Bild einer idealen, unnahbaren Frau. Er trennte sich nie von dem Werk: Es hing in einem Zimmer seines eigenen Hauses, das er blau gestrichen und wie eine Art privates Heiligtum gehalten hatte.

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