
Anthony van Dyck · PD
Bildnis von Philip Herbert, 4. Earl of Pembroke
Details
Die Geschichte
Am 19. Juli 1641 schlug Philip Herbert, vierter Earl of Pembroke, im englischen Oberhaus zweimal mit seinem Stab auf Lord Mowbray ein. Karl I. nahm den Vorfall zum Anlass, ihm das Amt des Lordkämmerers zu entziehen und es dem Earl of Essex zu geben. Zeitgenossen hielten den Streit für einen Vorwand. Der eigentliche Groll des Königs stammte aus dem Mai, als Pembroke die Menge unterstützt hatte, die vor dem Parlament die Hinrichtung des königlichen Ministers Strafford forderte.
Van Dyck malte ihn um 1634, sieben Jahre zuvor. Der weiße Stab in seiner Hand ist das Zeichen eben dieses Amtes, das bei Hof nach dem König das wichtigste war. Das blaue Band über der Brust gehört zum Hosenbandorden. Pembroke war jung als Günstling Jakobs I. aufgestiegen und hatte den Titel 1630 geerbt. Nach seiner Entlassung schlug er sich auf die Seite des Parlaments. Van Dyck starb fünf Monate nach dem Vorfall in London.




