
Porträt Rembrandts (1606–1669) mit Ringkragen
Details
Die Geschichte
Mehr als zwei Jahrhunderte lang galt diese kleine Tafel als eigenhändiges Selbstbildnis Rembrandts. Sie zeigt ihn mit 23 Jahren, noch in Leiden, mit einem stählernen Ringkragen, einem Stück Rüstung, über dem dunklen Rock. Der Haager Sammler Govert van Slingelandt besaß sie, 1768 kaufte Statthalter Wilhelm V. seine gesamte Sammlung, 1795 brachten die Franzosen das Bild mit den übrigen Gemälden des Prinzen nach Paris, und erst 1815 kehrte es zurück. Im Sommer 1998 machten Infrarotaufnahmen unter der Farbe eine ausführliche Unterzeichnung sichtbar, wie man sie bei Rembrandt noch nie gefunden hatte. Sie folgte genau den Umrissen einer fast gleichen Fassung in Nürnberg, die bis dahin als Kopie gegolten hatte. Seitdem ist es umgekehrt. Das Mauritshuis führt seine Tafel heute als Werkstattkopie von der Hand eines Schülers nach dem Nürnberger Original, und neue Untersuchungen im Jahr 2025 haben das bestätigt.

