
August Macke · PD
Bildnisstudie Elisabeth Gerhardt, aus dem Gedächtnis
Details
Die Geschichte
Der Titel hält fest, wie das Bild zustande kam. Macke malte Elisabeth Gerhardt aus dem Gedächtnis, ohne Modell vor sich, und war dabei 20 Jahre alt.
Im Juni 1907 sah er zum ersten Mal Paris, im Herbst ging er nach Berlin an die private Malschule von Lovis Corinth. Was aus der Erinnerung entstand, zeigt Elisabeth im Profil vor einer abendlichen Flusslandschaft. Das Münsteraner Museum, das die Studie 2021 zeigte, nennt drei Quellen dafür: Botticelli, die flächige Linie des Jugendstils und die japanischen Holzschnitte, die Macke sammelte.
Gekannt hatte er sie seit 1903, beide waren damals Jugendliche in Bonn. Gemalt ist die Studie in Öl auf Karton, gut 40 Zentimeter hoch, und sie befindet sich in Privatbesitz.




