
Prinz Eugen von Savoyen als Feldherr
Details
Die Geschichte
Als Johann Gottfried Auerbach dieses Bildnis um 1725 bis 1730 malte, war Prinz Eugen über 60 Jahre alt. Seine großen Siege gegen Frankreich und die Osmanen lagen Jahre zurück, und das Obere Belvedere, sein Sommerschloss vor den Toren Wiens, stand seit Kurzem fertig. Trotzdem erscheint er hier im Feld, im Harnisch und mit dem Orden vom Goldenen Vlies, und weist mit dem Feldherrnstab auf ein Reitergefecht unter einer brennenden Festung. Ein schwarzer Page mit Turban hält ihm den Helm. Das Belvedere beschreibt ihn als namenlose Figur, wie sie europäische Adelige ins Porträt setzen ließen, um Macht zu zeigen. Diese Fassung hing seit dem 18. Jahrhundert in Schottland, in Yester House, dem Sitz der Marquesses of Tweeddale, deren Sohn Lord John Hay an Eugens Seite gekämpft hatte. Als das Museum das Gemälde 2016 im Dorotheum erwarb, besaß es noch kein repräsentatives Porträt seines einstigen Hausherrn.