
Piero del Pollaiuolo · PD
Bildnis einer jungen Dame im Profil
Details
Die Geschichte
Im Florenz um 1465 wurde ein junges Mädchen aus gutem Haus fast immer im strengen Profil dargestellt, wie auf einer Medaille. Der Anstand verlangte es. Diese Tafel folgt der Regel. Die Werkstatt der Brüder Pollaiuolo, ausgebildet als Goldschmiede, arbeitete damals gerade daran, diesen Typus des einzelnen Frauenbildnisses zu prägen. Die Zuschreibung bleibt offen: lange gab man das Bild Antonio del Pollaiuolo, während die Berliner Gemäldegalerie es heute seinem Bruder Piero zuneigt, und die Fachwelt ist sich weiter uneins. Man betrachte den Brokat an der Schulter und die Perlen im Haar, behandelt mit der Genauigkeit eines Goldschmieds.




