Rachel de Ruvigny, Gräfin von Southampton, als Fortuna

Anthony van Dyck · PD

Rachel de Ruvigny, Gräfin von Southampton, als Fortuna


Details

Jahr
1638
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
219,5 × 132,5 cm

Die Geschichte

Rachel de Ruvigny stammte aus einer hugenottischen Familie im Dienst der französischen Krone. 1634 heiratete sie im protestantischen Tempel von Charenton bei Paris den Earl of Southampton, Thomas Wriothesley, und kam an einen Hof, dessen Königin eine französische Katholikin war. In Frankreich nannte man sie die schöne und tugendhafte Hugenottin. Van Dyck setzt sie über die Wolken, in die Rolle der Fortuna, den Arm auf eine dunkle Kristallkugel gelegt.

Zwei große Fassungen des Bildnisses sind erhalten, die zweite hängt in Melbourne. Bei der Restaurierung kamen dort weiße Markierungen zum Vorschein, mit denen van Dyck Haar und Schmuck festlegte, Arbeitsspuren eines vor dem Modell entstandenen Porträts. Auf der Cambridger Leinwand steht ihr Fuß auf einem Totenschädel, in der Hand hält sie ein goldenes Zepter. 1640 starb sie im Kindbett. Der Namenszug in der unteren Ecke stammt von fremder Hand. Das Bild ist 1732 in Althorp nachgewiesen und kam 1978 an Stelle der Erbschaftsteuer an das Fitzwilliam Museum.

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