
Jean-Baptiste Camille Corot · PD
Erinnerung an den Strand von Neapel
Details
Die Geschichte
Gut doppelt so hoch wie breit ist diese Leinwand, 175 Zentimeter hoch, und so gehört fast das ganze Bild den Bäumen. Erst weit hinten, zwischen den Stämmen, öffnet sich die Bucht mit ein paar Booten am Ufer. Auf dem Waldweg kommen zwei Frauen tanzend näher, die eine trägt ein Kind, die andere hebt ein Tamburin. Von Neapel selbst ist kaum etwas zu sehen. Corot hatte die Stadt nur ein einziges Mal besucht, kurz, auf seiner ersten Italienreise Ende der 1820er Jahre, und kleine Skizzen eines Kastells, des Vesuvs, von Ischia und Amalfi mitgebracht. Dieses Bild entstand mehr als 40 Jahre später, zwischen 1870 und 1872. In jener Zeit blieb der über 70-Jährige während der Belagerung im Deutsch-Französischen Krieg in Paris und spendete eine große Summe für die Armen der Stadt. Seit 1970 gehört das Gemälde dem Nationalmuseum für westliche Kunst in Tokio.




