
Hans Memling · PD
Auferstehung Christi
Details
Die Geschichte
Christus steigt aus dem Grab, in einen roten Mantel gehüllt, den Kreuzstab mit der Fahne in der Hand. Ein Engel hebt den Deckel beiseite, die Wächter in ihren Rüstungen schlafen oder ducken sich weg, und auf dem Hügel dahinter stehen drei leere Kreuze. Memling malte diese Mitteltafel eines kleinen Triptychons um 1490 in Brügge, und über dem Bogen halten wie aus Stein gemeißelte Putten Girlanden aus Laub und Früchten. Nach Paris kam das Bild auf dem Umweg über Italien. Ein Auktionskatalog von 1860 nennt als Besitzer im 18. Jahrhundert die venezianischen Grafen Tiepolo, später gehörte es dem Mailänder Kupferstichhändler Giuseppe Vallardi. Als dessen Sammlung 1857 in Paris versteigert wurde, stand im Katalog „Jean Hemeling“, eine damals gängige Schreibung für Memling. Drei Jahre später erwarb der Louvre das Triptychon.




