
Sebastian Wallroth · PD
Auferstehung Christi
Details
Die Geschichte
Paolo Caliari, den Venedig Veronese nannte, baute diese Auferstehung um einen einzigen Farbausbruch. Christus hebt sich aus dem Grab, in ein Rot gehüllt, das venezianische Maler fast wie ein Werkstattgeheimnis hüteten, die Arme erhoben, während die zur Bewachung des Grabes abgestellten Soldaten in die Dunkelheit zurückkippen, einige noch im Schlaf. Wer in den Hintergrund blickt, findet einen zweiten Moment des Ostermorgens, den Veronese leise eingefügt hat: einen Engel und die Frauen, die zum leeren Grab kommen, eine Szene, der die meisten Bilder eine ganze Leinwand widmen. Er malte es um 1570, auf der Höhe seines Venedig, einer Stadt, die damals dem Gipfel ihres Reichtums und ihrer Lust an genau solchem Theater nahe war. Heute hängt das Bild in Dresden, unter den größten Sammlungen seines Werks außerhalb Italiens, im 18. Jahrhundert für den sächsischen Hof erworben.




