
Paul Cézanne · PD
Weg zum See
Details
Die Geschichte
Um 1880 ist Cezanne Anfang vierzig und schickt seine Bilder nicht mehr zu den Impressionisten-Ausstellungen, denen er sich Jahre zuvor angeschlossen hatte. Der rasche impressionistische Pinselstrich genugt ihm nicht mehr, er will eine Landschaft, die tragt wie ein Bauwerk. Hier kann man ihm dabei zusehen. Auf den ersten Blick eine gewohnliche Szene, ein Feldweg, der sich zwischen Baumen zu einem Streifen Wasser windet, dazu Getreidegarben auf dem Feld. Sieht man langer hin, gehorcht die Tiefe nicht mehr. Die niedrigen Buschen, das ferne Ufer des Teichs und die Hugelkette schichten sich zu flachen waagerechten Bandern, wahrend die Farbe in kurzen parallelen Strichen kommt, jede Stelle in ihrer eigenen abgewogenen Farbe. Spatere Maler, unter ihnen Gauguin und Signac, fuhrten diese Lehre zu flacheren, gebauten Bildern weiter. Die Garben verraten die Jahreszeit, es ist Spatsommer auf dem franzosischen Land, die Ernte schon eingebracht.




