
Der heilige Antonius und das Wunder des Maultiers
Details
Die Geschichte
Die Geschichte stammt aus dem Leben des heiligen Antonius von Padua, eines Franziskanerpredigers, der 1231 starb. Ein Mann, der leugnete, dass Christus im geweihten Brot wirklich gegenwärtig sei, ließ sich auf eine Probe ein. Er wollte sein Maultier drei Tage hungern lassen und ihm dann Hafer vorsetzen, während Antonius die Hostie emporhielt. Wählte das hungrige Tier die Hostie, wollte er glauben.
Beccafumi malt den Ausgang. Mitten auf dem Platz ist das Maultier in die Knie gegangen und kehrt dem Sieb mit Hafer, das ein junger Mann ihm noch hinhält, den Rücken zu. Dahinter steht Antonius mit erhobenem Sakrament, und von beiden Seiten drängen die Leute der Stadt heran.
1537, als die Tafel entstand, wurde um die Frage, auf der die Legende beruht, in ganz Europa gestritten, denn die protestantischen Reformatoren verwarfen die katholische Lehre vom Brot der Messe. Die italienische Überlieferung verlegt das Wunder meist nach Rimini, andere Fassungen nach Toulouse oder Bourges.




