
Tylwyth Eldar · CC-BY-SA-4.0
Der heilige Antonius von Padua betet das Jesuskind an
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Die Geschichte
Um 1675 war Murillo der gefragteste Maler Sevillas, und dies gehörte zu den Bildthemen, die seine Stadt am meisten liebte. Vom Franziskaner Antonius von Padua, gestorben 1231, erzählte man, ihm sei eines Nachts das Christuskind erschienen, auf seinem aufgeschlagenen Buch, und habe sich vom staunenden Mönch auf den Arm nehmen lassen. Das Sevilla der Gegenreformation verlangte genau nach dieser zärtlichen, häuslichen Frömmigkeit, und Murillo malte das Thema immer wieder für seine Kirchen und Klöster. Hier arbeitet er in der weichen, dunstigen Manier seiner späten Jahre, die Umrisse lösen sich in warmem Schatten, das Kind hell vor der dunklen Kutte des Mönchs. Eine Lilie, das übliche Attribut des Antonius, weist ihn als den Mönch der Reinheit aus.




