
Hl. Augustinus
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Die Geschichte
Augustinus starb 430, und eine Brille kannte damals niemand. Erfunden wurde sie gegen Ende des 13. Jahrhunderts in Norditalien. 1306 sagte ein Dominikanerprediger in Florenz seiner Gemeinde, die Kunst, Augengläser herzustellen, sei noch keine 20 Jahre alt. Als der Meister von Großgmain diese Tafel 1498 malte, galt die Brille längst als Zeichen des Lesenden und Gelehrten, und Maler setzten sie manchmal gelehrten Heiligen auf die Nase. Hier sitzen zwei runde Gläser auf der Nase des Bischofs, der ein grün gebundenes Buch hochhält, während ein zweites aufgeschlagen auf dem Pult liegt. Er trägt eine juwelenbesetzte Mitra und einen tiefgrünen Chormantel über rosafarbenem Gewand und sitzt auf einer hölzernen Truhe mit rotem Kissen. Im Regal darüber liegen weitere Bücher flach übereinander.

