
Die heilige Barbara zwischen Johannes dem Täufer und dem heiligen Matthias
Details
Die Geschichte
Die Männer, die dieses Altarbild bezahlten, nannte man in Florenz die Deutschen, obwohl die meisten aus Flandern und Brabant stammten. Ihre Bruderschaft der heiligen Barbara war unter fremden Soldaten im Dienst der Florentiner Republik entstanden und vereinte später Weber und Handwerker von jenseits der Alpen, die in den Zünften der Stadt arbeiteten. Die Servitenbrüder von Santissima Annunziata ließen sie neben der Kirche ein eigenes Oratorium bauen, das 1451 fertig war.
Das Rechnungsbuch der Bruderschaft verzeichnet die Zahlungen für diese Tafel von Juli 1468 bis April 1469, einige davon brachte ein Mitglied namens Giovanni van Peren dem Maler. Den Namen des Malers schreibt es nirgends. Barbara steht in der Mitte über der Gestalt ihres heidnischen Vaters, der sie der Legende nach töten ließ. Auf der einen Seite Johannes der Täufer, Schutzpatron von Florenz. Auf der anderen ein Apostel, den die Kataloge lange Matthäus nannten, obwohl ihn die gemalte Inschrift als Matthias ausweist, den Jünger, der an die Stelle des Judas gewählt wurde.




