Hl. Erasmus

Hl. Erasmus


Details

Museum
Belvedere
Jahr
1510
Technik
Malerei auf Tannenholz
Maße
68,5 × 46 cm

Die Geschichte

Die rosafarbene Windung um die Kurbel in seiner Hand sind seine eigenen Gedärme. So jedenfalls erzählt es die Legende des Bischofs Erasmus, der in den Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian gestorben sein soll: Seine Peiniger hätten ihm die Eingeweide mit einer Winde aus dem Leib gezogen. Eine verbreitete Erklärung lautet, die Winde sei ursprünglich ein Zeichen dafür gewesen, dass er die Seeleute beschützte, und die grausige Geschichte sei erst später aus dem Bild herausgelesen worden. Um 1510 rief man ihn bei Bauch- und Magenschmerzen an. Er steht auf einem steinigen Weg, im goldbestickten Chormantel mit juwelenbesetzter Mitra, den Bischofsstab fest in der anderen Hand, hinter ihm eine Burg auf einem Felsen. Die Bildlegende des Belvedere nennt als Maler einen Nachfolger Lucas Cranachs des Älteren, der Katalogeintrag führt die Tafel unter seiner Werkstatt.

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