
Giovanni Bellini · PD
Der heilige Franziskus in der Wüste
Details
Die Geschichte
Giovanni Bellini malte diese Tafel um 1480, in einer Zeit, in der die venezianische Malerei gerade die Ölfarbe für sich entdeckte und damit ein weiches, durchdringendes Licht. Franz von Assisi steht am Eingang seiner Einsiedelei in den Bergen, die Arme leicht geöffnet, und das erste Morgenlicht fällt von links über die ganze Landschaft. Traditionell wird die Szene mit dem Empfang der Wundmale verbunden, doch Bellini zeigt keinen Seraph am Himmel, und Fachleute streiten seit langem, ob wir wirklich diesen Moment sehen oder eher die Zwiesprache des Heiligen mit der Schöpfung. Jedes Detail ist genau beobachtet, der Esel, der Reiher, die Weinranke, das Wasser. Franz hat seine Sandalen abgestreift, sie stehen ordentlich hinter ihm auf dem Felsen.




