
Daniel Seghers · PD
Der heilige Franz Xaver in einer Girlande
Details
Die Geschichte
Der Prado datiert diese Leinwand zwischen 1635 und 1651. Franz Xaver war seit 1552 tot, gestorben auf einer Insel vor der chinesischen Küste, während er auf eine Überfahrt aufs Festland wartete, die nie zustande kam, und seit 1622 Heiliger.
Inmitten der Blumen ist er wie ein gemeißeltes Marmorrelief gemalt, so beschreiben ihn die älteren Kataloge des Museums. Nicht allen war klar, wen sie vor sich hatten. Ein Etikett auf der Rückseite des Rahmens nennt das Bild Blumen mit Jakobus in einem Medaillon. Um die Figur legte Seghers Jasmin, Orangenblüte, Granatapfelblüte, Schwertlilien, eine Distel und einen Artischockenkopf zwischen Rosen und Tulpen.
Als die königlichen Bilder 1834 nach dem Tod Ferdinands VII. geschätzt wurden, setzte man dieses mit 12.300 Reales an. Die übrigen Seghers-Girlanden desselben Inventars standen zwischen 1.240 und 4.080.
1999 reiste die Leinwand nach Japan, zu einer Ausstellung über das Leben Xavers, zuerst in Yamaguchi, dann in Tokio. Xaver war 1551 nach Yamaguchi gekommen, und der dortige Fürst hatte ihm erlaubt, zu predigen.




