
Der heilige Hieronymus in der Wüste
Details
Die Geschichte
Diese Tafel ist klein, 37 mal 30 Zentimeter. Sie entstand für einen privaten Auftraggeber und war nie für einen Altar gedacht. Hieronymus, der Gelehrte, der die Bibel ins Lateinische übertrug, erscheint als Eremit in der Wildnis, in der Hand den Stein, mit dem er sich zur Buße die Brust schlug, daneben ein aufgeschlagenes Buch und der gezähmte Löwe. Der Fels hinter ihm ist Grat für Grat durchgearbeitet, und die Berge dahinter werden blau, je dichter die Luft über der Ferne steht. Auf der Rückseite hat eine alte Hand Lamberti opus vermerkt, Werk des Lamberti. Der venezianische Schriftsteller Boschini verzeichnete im 17. Jahrhundert einen schönen Hieronymus als Eremit von Lamberti, und ein Teil der Forschung liest die Tafel seither als Werk des Pasqualino Veneto, dessen Familienname Lamberto lautete. Die Brera führt sie als Cima, um 1493 und 1494, und hält fest, dass die Inschrift nie erklärt worden ist.




