Der lesende heilige Hieronymus in der Wüste

Giovanni Bellini · PD

Der lesende heilige Hieronymus in der Wüste


Details

Museum
Uffizien
Jahr
1480
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
151,7 × 113,7 cm

Die Geschichte

Um 1480 beginnt die venezianische Malerei, die Landschaft als eigenen Gegenstand ernst zu nehmen, und Giovanni Bellini treibt diesen Gedanken auf dieser Tafel weit. Der heilige Hieronymus ist hier zwei Gestalten zugleich: der Büßer, der sich in die Wüste zurückgezogen hat, und der Humanist, versunken in seine Lektüre, er, der die Bibel ins Lateinische übersetzte. Den Felsen, den Tieren und der ummauerten Stadt im Hintergrund widmet Bellini ebenso viel Sorgfalt wie dem Heiligen selbst. Es lohnt sich, die kleinen Einzelheiten zwischen den Steinen zu suchen: den Löwen, der ihn gewöhnlich begleitet, ein Eichhörnchen auf einem Ast, eine Eidechse und einen Hirsch, der einen anderen jagt. All diesen Gestalten schreibt man einen sinnbildlichen Gehalt zu. Dahinter erhebt sich eine von Türmen starrende Stadt, und das Kruzifix auf langem Schaft dient dem Heiligen als Stütze beim Gebet.

Zehn Sprachen, Tausende Geschichten, eine App. Trag dich ein.