
Anthony van Dyck · PD
Der heilige Hieronymus
Details
Die Geschichte
In der Dresdner Galerie hängen zwei große Bilder desselben Heiligen in der Wildnis. Eines stammt von Peter Paul Rubens. Das andere malte wenige Jahre später van Dyck, damals etwa 20 Jahre alt und in Rubens' Antwerpener Werkstatt beschäftigt. Das Museum liest die jüngere Fassung als Antwort auf die ältere.
Hieronymus kniet, der Löwe liegt lang ausgestreckt neben ihm, aufgeschlagene Bücher liegen auf dem Gestein, dazwischen ein kleines Kruzifix. Über die karge Landschaft im Hintergrund ist ein schwerer schwarzer Vorhang gehängt.
Rubens gab seinem Einsiedler eine klassische Ruhe. Van Dyck setzt den Körper des Heiligen in raschen, nervösen Strichen, und dieselbe Buße wirkt dadurch erregt. Die Leinwand misst über zwei Meter in der Breite. Dresden datiert sie um 1618 bis 1620, als van Dyck erst ein, zwei Jahre Meister der Antwerpener Lukasgilde war.




