
Hans Memling · CC-BY-SA-4.0
Der heilige Laurentius
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Die Geschichte
Laurentius war Diakon der römischen Kirche und starb im Jahr 258, der Überlieferung nach auf einem glühenden Rost. Diesen Rost hält er hier fast beiläufig an der Seite, in der anderen Hand ein Buch. Memling kleidet ihn für sein Amt, mit weißer Albe und roter Dalmatik, deren Säume Fransen und eingewebte Goldborten tragen. Die Tafel war der rechte Flügel eines kleinen Altars, um 1480 für den Florentiner Bischof Benedetto Pagagnotti gemalt. Bogen, Fliesenboden und grüne Hügel sollten sich über alle drei Teile hinziehen, bis zur Madonna, die heute in den Uffizien hängt. In Florenz sahen sich die dortigen Maler das Werk genau an, und Landschaften daraus tauchen in Bildern von Filippino Lippi aus den Jahren 1482 und 1483 auf. Die National Gallery erwarb beide Flügel 1865.




